Teil 06: Keine Macht der Ohnmacht!

      Teil 06: Keine Macht der Ohnmacht!

      Meine lieben Freunde...
      dieser Teil meiner Geschichte wird eher kurz...
      ich kann mich nämlich an viele Dinge nicht mehr genau erinnern...
      Ich weiß noch, dass es urplötzlich anfing... ich wurde schwer krank und dieser
      Zustand hielt beinahe 3 Monate an. Doch eins nach dem anderen.
      Ich hatte meine Kerkerzeit hinter mir gelassen und kam meinem Eintritt in
      das Tribunal der Elementaristen immer näher. Meine Tage verbrachte ich
      nun am liebsten unter der heißen Sonne Dratans, bei der Jagd auf Elite
      Goblins. Diese tragen nämlich oft Rüstungsteile, Himmelssteine und
      Samen gefallener Abenteurer bei sich. Mit der Zeit entwickelte ich so
      meine ganz eigene Gobbo-Plattmach-Taktik: zunächst heulte meine treue
      Trudegunde für mich, um meinen Angriff und meine Verteidigung zu
      stärken (ich weiß, es klingt absolut verrückt, aber es funktioniert!!). Dann
      schnappte ich mir meinen zahmen Schmusedraken und lief auf die Goblins
      zu. Ich ärgerte sie ein wenig, piekste sie mit meinem Zepter, beleidigte
      ihre Muttis, zauberte Eisstachel die unter ihren Hintern emporkamen, alles
      was sie eben dazu bewegte, mir zu folgen. Wenn ich genug beisammen
      hatte, konnte es losgehen. Ich wandte mich ihnen zu, lächelte cool und rief
      Wilma und Fred herbei. Nachdem ich sie in aller Ruhe gebufft hatte und
      Fred mir wie üblich –rein zufällig- mit einer zuckenden Bewegung seines
      Schweifes Verbrennungen an meinem Bein zugefügt hatte, legten wir los.
      Wilma und ich zauberten abwechselnd Schwert des Windes und
      Kettenblitz, Fred stieß wie ein feuriger Blitz in die Gegnerhorden vor. Eine
      Weile lief das auch sehr gut. Bis zu diesem sonderbaren Tag... Eine neue
      Welt war gerade entdeckt worden. Eine Welt namens Harwin, die bereits
      die ersten mutigen Abenteurer anlockte. Ich lief wie üblich munter
      zwischen den Goblins umher, versammelte sie um mich, rief meine
      Geister. Doch dieses Mal lief alles anders! Wilma und ich hatten gerade zu
      unseren Angriffen angesetzt, als mir ganz plötzlich schwarz vor Augen
      wurde. Benebelt sank ich zusammen und hörte plötzlich diese Stimme...
      „Verbindung zum Server verloren“...
      Ich erwachte in Juno. Verwirrt und immer noch ein wenig benebelt,
      machte ich mich wieder auf den Weg zu meinen geliebten Gobbels. Doch
      so oft ich es auch versuchte und welche Gegner ich auch herausforderte,
      immer wieder sank ich zusammen. Immer wieder hörte ich kurz zuvor
      diese Stimme. Immer wieder erwachte ich in Juno. Besorgt um meine
      Gesundheit machte ich mich auf den Weg in das Forum. Meine
      Elementaristenfreunde kannten sicher einen guten Arzt. Kaum dort
      angekommen teilten sie mir jedoch mit, dass diese sonderbare Krankheit
      nicht nur mich heimgesucht hatte. Vielmehr war es wohl so eine Art
      Elementaristenseuche, welche alle Elementaristen gleichermaßen
      heimgesucht hatte. Unsere einzige Hoffnung beruhte erneut auf einem
      alten Bekannten. Richtig, wieder einmal warteten wir auf „Fixing“!
      Die weiteren Tage und Wochen zogen nur so an mir vorüber.
      Zwischendurch hörte ich einmal andere Abenteurer darüber sprechen, dass
      die Monster plötzlich sehr viel mehr Beute bei sich trügen und es sich mehr
      denn je lohne, auf die Jagd zu gehen. Mich interessierte das nicht. Ich war
      noch immer krank und erwachte bei der kleinsten Anstrengung wieder in
      Juno. Der Mut verließ mich und all die Warterei auf „Fixing“ ließ mich
      mürbe werden. Meinen Elementaristenfreunden erging es nicht anders.
      Der eine oder andere fand mit der Zeit heraus, dass er seine Kräfte besser
      einteilen konnte, wenn er ohne seine Geister in den Kampf zog. Da dies für
      mich nicht in Frage kam, zog ich mich immer weiter zurück. Dann, eines
      schönen Tages, als ich die Hoffnung beinahe aufgegeben hatte, war es
      geschehen: „Fixing“ war über uns gekommen. Langsam, gaaanz langsam
      fingen Wilma, Fred und ich wieder an, auf Beutezug zu gehen. Bis ich mich
      wieder zu den Goblins wagte, vergingen noch einige Tage. Überglücklich,
      dass meine Freunde und ich wieder gemeinsam in die Schlacht ziehen
      konnten und zugleich ein kleines bisschen traurig, dass ich „Fixing“ nicht
      persönlich kennengelernt hatte, schaffte ich es schließlich, mir einen Platz
      im Tribunal der Elementaristen zu sichern.
      Gespannt und voller Hoffnung darauf, „Fixing“ eines Tages zu begegnen und ihm von Herthas und Eddies
      Augenleiden berichten zu können, blickte ich meiner Zukunft entgegen...


      Wer einmal zum Shugo geht...
      :thumbsup: